Madurai haette ein Highlight werden koennen…aber noe…die Stadt wollte uns einfach nicht wirklich willkommen heissen…kaum waren wir aus der Bahnhofstuer raus, belagerten uns 20 Rikschafahrer von der unagenehmsten Sorte…das fuehrte bei uns zu ein wenig Hektik und der Suche nach einem kurzen Ruheort…auf dem 3 Meter langen Stueck zur schattigen Bank knickte Steffi in ein Loch im Boden und riss sich einen tiefen Schnitt in den dicken Zeh, dass das Blut nur so spritzte…unter den neugierigen Blicken der wirklich doofen Rikschafahrer musste sie sich notduerftg verarzten und wir mussten fuer einen viel zu hohen Preis zu einem ausserst schaebigen Hotel fahren, um endlich unsere Ruhe zu haben…fuer die ganze Aufregung sollte uns dann der beruehmte Tempel entschaedigen…aber Pustekuchen…genau in diesem Jahr wird die komplette Tempelanlage, die eine der schoensten von ganz Indien sein soll, renoviert…anstatt 12 farbenfroh verzierten Tuerme des Sri-Meenakshi-Tempels, sahen wir nur zwoelf 50 meter hohe Bienenstoecke…wir verbrachten einen frustrierten Abend in einem Dachrestaurant und am naechsten Tag gings dann schnell weiter nach Chennai…
in Chennai mussten wir unsere geliebte Anna in einen Flieger steigen lassen, der sie weit weg von uns zurueck nach Deutschland brachte…ansonsten war Chennai auch relativ unspektakulaer…meine einzige Ablenkung dort war meine Krankheit, die mir noch nie vorher gekannte Schmerzen bescherte, so stark, dass ich auf dem Boden zusammenbrach und mich weder ruehren noch sprechen konnte vor Schmerzen…zum Glueck war es so heiss, dass ich kaum das Fieber merkte…ein bisschen Mitleid bitte!…zum Glueck hatten wir eine gute Reiseapotheke dabei, die mich innerhalb eines halben Tages wieder fit machte und so konnten Steffi und ich dann endlich die 1,5 taegige Zugreise zurueck in den Norden antreten…
nach einer lausigen Nacht in Satna kamen wir dann endlich, endlich im 50 Grad heissen Khajuraho an…ein wunderschoener kleiner Ort im nichts…und dort sind wir dann auch fuer die Strapatzen mit den schoensten Tempeln belohnt, die ich in Indien zu Gesicht bekommen habe…eine ganze Parkanlage voller reich verzierter Tempel…mit den fuer das tabuisierte Indien ungewoehnlichen Darstellungen der Kamasutra-Lehre…die musste man allerdings suchen gehen…und bei 50 Grad war uns nicht nach suchen…
nach 2 relaxten Tagen hatten wir uns an die Hitze gewoehnt und wieder gings weiter…diesmal sollte wieder ein Highlight kommen…und wieder gabs nen halben Pustekuchen…in Agra steht naemlich das traumhafte Taj Mahal…wir hatten uns leider nicht genuegend informiert…Freitags geschlossen…also gabs den Blick nur aus der Ferne…schade…das Taj sieht aus wie ein Gemaelde…bei Sonnenaufang leuchtet es in einem magischen Blau und wenn die Sonne auf den Palast hinabscheint, leuchtet es in schneeweiss…wie gesagt schade, schade…meine Augen durften den Anblick nur von weitem geniessen…das bedeutet aber auch, dass ich wohl nochmal nach Indien fahren muss…das darf in meinem Leben nicht fehlen…
Abgelegt unter: Indien 2008



1 mal mitleid von mir auf jeden fall.