• Abreise nach Indien 26. März 2008 Rueckflug 23.Mai

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Periyar Wildlife Sanctuary in Thekkady, Stadtteil Kumily

und wenn man denkt, es koennte auch nicht mehr gruener werden…zack…da braucht es nur ein Busfahrt von 5 Stunden…rein in die Berge…durch einen erfrischenden Regenerguss…und dann hoch auf 900 Meter…und ploetzlich findet man sich in der gruensten Oase wieder, die man je gesehen hat: das Gebiet der Calamon-Mountains…

das Naturschutzgebiet Periyar Wildlife liegt an der westlichen Grenze von Kerala…nur eine Spuckstrecke vom naechsten Bundesstaat Tamil Nadu entfernt…inmitten von gruenen Huegeln…das erste Highlight: die Besichtigung einer Teeplantage…das Auge isst die Bilder der gruenen Huegel mit aeusserstem Genuss…kein Worte koennen diese Genuss-Bilder wiedergeben, die wir alle wahrscheinlich ewig in unser Gedaechtnis eingebrannt haben…dazu noch ein wirklich lieber Fueher, der uns alles zum Anbau von Tee erklaert hat…ein kurzer Stopp bei ein paar Teeblatt-Pflueckerinnen, die gerade Mittagspause machten und sich koestlich ueber unser Aussehen und unsere Unkenntnis der Malayam-Sprache amuesierten…ganz schoen keck fuer indische Frauen, die uns sonst nur extrem schuechtern angucken und maximal die uns so aus den Ohren haengenden Standardfragen abfragen, wie Country?, Name?, Like India? How long in India?, Married?…der schone Spaziergang durch die kleinen verwachsenen Wege quer durch die Teepflanzen endete mit einer Besichtichigung der Teeverarbeitungsanlage…sehr spannend!…und dem zu erwarteten Kauf von unnoetigem Gepaeck von einem halben Kilo Tee…aber war ja klar…man will ja auch genau den Tee zuhause trinken, durch den man selber durchgelatscht ist…typisch…

mittags erfuellte sich dann endlich mein nicht wirklich verheimlichter und oft wiederholter Wunsch eines Elefentanten-Ritts…endlich liessen sie mich meine Beine ueber den breiten Ruecken direkt hinter den schlackernden Ohren des majestatetischem Tier schwingen…Anna und Steffi hinten dran…auf jedem Foto, dass ich euch zeigen werden, tatsche ich grade am Kopf des Elefanten rum…ich war seelig…eine halbe Stunde watschelte der Gute dann durch den Dschungel und wieder zurueck…nicht besonders spannend…aber trotzdem! toll toll toll … der Elefant hatte sich wohl auch maechtig gefreut so drei nette Girls auf seinem Ruecken durch die Gegend schleppen zu duerfen, dass er prompt seinen Schniedel in voller Laenge vor uns ausbreitete, als wir abstiegen…schon beeindruckend ;-) …. anschliessend zeigte er uns noch, was er alles an Ruessel-Kunstuecken drauf hatte und kurz bevor wir uns alle in ihn verliebten…ich habe leider seinen schwierigen indischen Namen vergessen…schwenkten wir unsere Aufmerksamkeit zu einem noch viel suesseren Objekt: ein Baby-Elefant…………….ihr koennt euch vorstellen, wie das ausgesehen hat…wir drei konnten die Finger nicht von seinem suessen Ruessel lassen und knipsten unsere Kamera-Akkus leer…

das letzte Highlight des Tages: ein Gewuerzgarten…unser lieber Fuehrer oeffnete uns so manches Auge…wir mussten zugeben, dass wir 99 % der Gewuerze und Fruechte zu hause konsumierten, aber die eigentliche Pflanze im Leben nicht erkannt haetten…Nelke, Zimt, Vanille, Kaffee, Kakao, Muskatnuss, Kautschuk, Reis, Tee, Kardamon, Pfeffer, Chilli, Mango, Avokado, Ananas, (Jackfruit), …alles abfotographiert, keine Sorge

naechster Tag…naechstes Highlight…6.45 fiel der Startschuss zum Dschungel-Trekking…leider ohne Vorahnung ob der anstehenden Anstrengung stolperten wir in den dichten Wald hinein…auf illegalen Pfaden auf den Spuren von Tigern, Bueffeln, Affen und Elefanten….im Affenzahn gings dann auch hoch auf 1100 Meter…sauanstrengend und der Ausblick von oben sau die Strapazen wert…unser Dschungel-Freund, der wahrscheinlich das Gebiet wie seinen Hintergarten kannte, hielt uns mit immer neuen frischen Elefantenkoetteln bei Laune….immer mussten wir leise sein, weil hinterm naechsten Busch die Elefanten und anderen Tiere sein koennten…nach 4 anstrengenden Stunden, war die magere Fauna-Ausbeute: 5 schwarze Affen,3 schwarze Bueffel am gegenueberliegenden Hang und ca. 80 frische Elefantenkoettel……aber ein wirkliches Abenteuer…fernab von allem…ueber die schmalsten, ueberwuchertsten, steilsten, steinigsten, glittschigsten Tierpfade…wir kamen vollkommen k.o. und an jeder freien Koerperstelle vom Elefantegras zerschnitten aus dem Wald raus…man konnte sagen, wir sahen aus wie Sau, aber gleucklich…trotz fauna-armen Marsch…

nachmittags holperten wir mit Jasminblueten-Kettenwieder beschmueckt im local Bus Richtung Madurai…

Nachtrag: hab ganz vergessen zu erwaehnen…wir kamen nachts im Nationalpark an und auf dem Weg dahin glitzerte der ganze Wald, weil er voller Gluehwuermchen war…ein magischer Anblick…wunderschoen und unbeschreiblich…

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