• Abreise nach Indien 26. März 2008 Rueckflug 23.Mai

  •  

    Januar 2012
    M D M D F S S
    « Mai    
     1
    2345678
    9101112131415
    16171819202122
    23242526272829
    3031  
  • Satz der Woche

    hey Beauties, want Riksha, come!
  • Foddos

    24.03.2007-390

    24.03.2007-388

    24.03.2007-387

    More Photos
  • Blog Stats

    • 1,945 hits
  • Album des Monats

    Yael Naim (April 2008) Calvin Harris - I created Disco (März 2008)

icredible India

falls nichts weiteres aussergewoehnliches passiert in meinen letzten 4 Tagen, beende ich jetzt die BErichterstattung…ich bin sehr gleucklich, dass ich all diese Erfahrungen machen konnte..Indien ist gepraegt von Gegensaetzen und so fuehlt man sich auch jeden Tag anders…mal ist man am Ende all seiner Kraefte und man will keinen Fuss mehr vor den anderen setzen…mal moecht man, dass die Zeit anhaelt, damit der Moment nie vorrueber geht…wir haben die allerliebsten MEnschen getroffen, die uns trozt extremster Armut nicht gehen lassen haben, bis wir nicht einen Chai mit ihnen getrunken hatten…die uns voller Stolz ihre 3 Besitztuemer gezeigt haben…und wir haben die letzten Abzocker und die aufdringlichsten Menschen ohne Respekt gegenueber uns getroffen…die uns ausgenommen haben, wie eine Weihnachtsgans…mal war die Landschaft so gruen, wie ich schoensten Paradies…mal war die Wuste so karg, dass man sich nur am Zaehlen der Sandkoerner bei Laune halten konnte…usw. das koennte ich ewig so fortsetzen….

everything is possible in incredible India!

Das Leben in Delhi

was soll ich sagen….ich bin zuhause in Dehli…der Eindruck, den ich bei unserer Ankunft in Indien von dieser erdrueckenden Stadt hatte, ist nun komplett anders…ich rieche weniger den Gestank und ich bin abgebruehter gegenueber nervigen Indern…und…ich mag es kaum aussprechen…so mancher Schnautzbart sieht doch eigentlich gar nicht soo schlecht aus….aaaah, was passiert mit mir?…falls es irgendeinem aufgefallen ist…ich hab sogar meinen Flug umgebucht…ich haette schon laengst wieder da sein muessen…aber es ist einfach zu toll….

unser Projekt ist auch ein Riesenerfolg…wir machen einen Medienworkshop mit den former street childtren von Saalam Balaak Trust…Satender, Ozo, Shahadutt, Pankaj, Krishan, Rohid, Mohan, Igbal, Pappu, Lallan, Satnam, Sanjay, Hare Krishan, Tariq, Gagan und die 3 Maedels Manju, Priya und Laksmi…am liebsten wuerde ich sie alle mitnehmen…wir haben die Kidz so sehr ins Herz geschlossen…und die uns auch…meinem Liebling Satender treibt es jetzt schon Traenen in die Augen, weil er nicht will, dass ich wieder fahre…da musste ich natuerlich fast mitheulen…die Jungs und Maedels haben sehr haessliche Vergangeheiten voller Gewalt, Missbrauch und Verbrechen…sie leben zusammen in einem Shelter Home…wo sie mit Unterricht, Sport, Gesungheitserziehung und kreativen Workshops versorgt werden…sie haben alle fuer einige Zeit auf der Strasse gelebt, weil sie aus den veschiedensten Gruenden von zuhause weg mussten oder vertrieben wurden…die meisten von ihnen mussten dieses Schicksal schon im Alter von unter 10 Jahren erfahren…seitdem leben sie in den Unterkuenften der NGO…man koennte denken, sie waeren unerzogen, frech und ungehorsam…aber das Gegenteil ist der Fall…ich hab noch nie tollere Kinder kennen gelernt, die sich gegenseitig um einander kuemmern…und die sich auch um uns kummern und um unsere Zuneigung buhlen…und sie versuchen uns alle HIndi beizubringen, damit wir uns besser mit ihnen unterhgalten koennen, nicht wirklich viele koennen gutes Englisch…und so muessen wir uns die ganze mit Haenden und Fuessen unterhalten oder die aelteren um translation bitten…der workshop ist auch ein einzieger Spass…Steffis Part ist die Fotographie, Artur zeigt ihnen das Umgehen mit einer Videokamera und ich erklaere ihnen, wie das Internet funktioniert und wie man emails schreibt…ich war gar nicht darauf vorbereitet, dass ich da bei 0 anfangen muss…die meisten waren noch nie im Internet geschweige denn haben sie einen Computer auch nur angefasst…ich musste mit dem Startknopf des Notebooks anfangen und mich dann langsam ueber den einfachen und doppelten Mausklick bis hin zum erstellten eines Ordners durcharbeiten…was eine Website ist war dann schon hoehere Mathematik…aber alle schlagen sich gut und sind total motoviert und interessiert…sie fressen jede Information und wollen immer noch mehr wissen…und sie wollen das wir den ganzen Tag kommen und abends noch bleiben…anstrengend und ruehrend…freitags machen wir immer den funday…wir organiseren Boxen und dann wird indische Musik aufgelegt…ihr glaubt nicht, wie die abegehen….das muss man gesehen haben…hoffentlich kommt das auf den Videos raus…da koennen wir alle nicht mithalten…ein vollkommen anderer Still und der Tanz orientiert sich am Liedtext, auf den besonders wert gelegt wird…zwischendurch werden immer wieder Akrobatikteile eingelegt oder es werden Kampfszenen simuliert und immer wieder Tanzkontests…wer haelt den Tanzschritt laenger aus…zu krass!

ich will gar nicht ans Ende denken…das wird ein harter Abschied…

ansonsten bietet das Leben in Delhi auch noch weitere angenehme Seiten…wir fuehlen uns in allen Ecken zuhause…wir sind die absoluten Meister im Feilschen…und wir haengen mit unseren neuen indischen Freunden ab…wir haben jezt schon 2 Wochenenden in Gurgaon verlebt…das wird das naechste Manhatten Indiens…reich und westlich…und eine Mall neben der anderen…ueberall wird gebaut…und ein krasser Wolkenkratzer neben dem anderen schiebt sich in den Himmel…unsere Freunde Ashish und Tarun schleppen uns dann am wochenende in die Nachtclubs und wir feiern das Wochenende durch bis wir nicht mehr koennen…zwischendurch ruhen wir uns im Kino aus…man braucht kein Hindi zu verstehen, um die bunten gestenreichen Filme zu verstehen…

heute bin ich aus Agra zuruck gekommen…Tarun und sein Freund Hitech haben mich liebenswuerdigerweise in ihr Auto verfrachtet und haben mich zum Taj Mahal gefahren, damit ich es mir doch noch von innen anschauen konnte…nicht umsonst ist es eines der sieben Weltwunder…der Anblick des Taj ist magisch und wird nie langweilig…ich koennte es stunden- und tagelang betrachten…ein wirklich schoener Ausflug…

morgen gehts wieder weiter mit unseren Kidz…hoffentlich geht die Nacht schnell herum, denn ich kann es nicht erwarten Zeit mit ihnen zu verbringen…naechstes JAhr muessen wir unbedingt wieder kommen…dann denken wir uns einen neuen Workshop aus…

Von Madurai nach Chennai nach Khajuraho und nach Agra

Madurai haette ein Highlight werden koennen…aber noe…die Stadt wollte uns einfach nicht wirklich willkommen heissen…kaum waren wir aus der Bahnhofstuer raus, belagerten uns 20 Rikschafahrer von der unagenehmsten Sorte…das fuehrte bei uns zu ein wenig Hektik und der Suche nach einem kurzen Ruheort…auf dem 3 Meter langen Stueck zur schattigen Bank knickte Steffi in ein Loch im Boden und riss sich einen tiefen Schnitt in den dicken Zeh, dass das Blut nur so spritzte…unter den neugierigen Blicken der wirklich doofen Rikschafahrer musste sie sich notduerftg verarzten und wir mussten fuer einen viel zu hohen Preis zu einem ausserst schaebigen Hotel fahren, um endlich unsere Ruhe zu haben…fuer die ganze Aufregung sollte uns dann der beruehmte Tempel entschaedigen…aber Pustekuchen…genau in diesem Jahr wird die komplette Tempelanlage, die eine der schoensten von ganz Indien sein soll, renoviert…anstatt 12 farbenfroh verzierten Tuerme des Sri-Meenakshi-Tempels, sahen wir nur zwoelf 50 meter hohe Bienenstoecke…wir verbrachten einen frustrierten Abend in einem Dachrestaurant und am naechsten Tag gings dann schnell weiter nach Chennai…

in Chennai mussten wir unsere geliebte Anna in einen Flieger steigen lassen, der sie weit weg von uns zurueck nach Deutschland brachte…ansonsten war Chennai auch relativ unspektakulaer…meine einzige Ablenkung dort war meine Krankheit, die mir noch nie vorher gekannte Schmerzen bescherte, so stark, dass ich auf dem Boden zusammenbrach und mich weder ruehren noch sprechen konnte vor Schmerzen…zum Glueck war es so heiss, dass ich kaum das Fieber merkte…ein bisschen Mitleid bitte!…zum Glueck hatten wir eine gute Reiseapotheke dabei, die mich innerhalb eines halben Tages wieder fit machte und so konnten Steffi und ich dann endlich die 1,5 taegige Zugreise zurueck in den Norden antreten…

nach einer lausigen Nacht in Satna kamen wir dann endlich, endlich im 50 Grad heissen Khajuraho an…ein wunderschoener kleiner Ort im nichts…und dort sind wir dann auch fuer die Strapatzen mit den schoensten Tempeln belohnt, die ich in Indien zu Gesicht bekommen habe…eine ganze Parkanlage voller reich verzierter Tempel…mit den fuer das tabuisierte Indien ungewoehnlichen Darstellungen der Kamasutra-Lehre…die musste man allerdings suchen gehen…und bei 50 Grad war uns nicht nach suchen…

nach 2 relaxten Tagen hatten wir uns an die Hitze gewoehnt und wieder gings weiter…diesmal sollte wieder ein Highlight kommen…und wieder gabs nen halben Pustekuchen…in Agra steht naemlich das traumhafte Taj Mahal…wir hatten uns leider nicht genuegend informiert…Freitags geschlossen…also gabs den Blick nur aus der Ferne…schade…das Taj sieht aus wie ein Gemaelde…bei Sonnenaufang leuchtet es in einem magischen Blau und wenn die Sonne auf den Palast hinabscheint, leuchtet es in schneeweiss…wie gesagt schade, schade…meine Augen durften den Anblick nur von weitem geniessen…das bedeutet aber auch, dass ich wohl nochmal nach Indien fahren muss…das darf in meinem Leben nicht fehlen…

Periyar Wildlife Sanctuary in Thekkady, Stadtteil Kumily

und wenn man denkt, es koennte auch nicht mehr gruener werden…zack…da braucht es nur ein Busfahrt von 5 Stunden…rein in die Berge…durch einen erfrischenden Regenerguss…und dann hoch auf 900 Meter…und ploetzlich findet man sich in der gruensten Oase wieder, die man je gesehen hat: das Gebiet der Calamon-Mountains…

das Naturschutzgebiet Periyar Wildlife liegt an der westlichen Grenze von Kerala…nur eine Spuckstrecke vom naechsten Bundesstaat Tamil Nadu entfernt…inmitten von gruenen Huegeln…das erste Highlight: die Besichtigung einer Teeplantage…das Auge isst die Bilder der gruenen Huegel mit aeusserstem Genuss…kein Worte koennen diese Genuss-Bilder wiedergeben, die wir alle wahrscheinlich ewig in unser Gedaechtnis eingebrannt haben…dazu noch ein wirklich lieber Fueher, der uns alles zum Anbau von Tee erklaert hat…ein kurzer Stopp bei ein paar Teeblatt-Pflueckerinnen, die gerade Mittagspause machten und sich koestlich ueber unser Aussehen und unsere Unkenntnis der Malayam-Sprache amuesierten…ganz schoen keck fuer indische Frauen, die uns sonst nur extrem schuechtern angucken und maximal die uns so aus den Ohren haengenden Standardfragen abfragen, wie Country?, Name?, Like India? How long in India?, Married?…der schone Spaziergang durch die kleinen verwachsenen Wege quer durch die Teepflanzen endete mit einer Besichtichigung der Teeverarbeitungsanlage…sehr spannend!…und dem zu erwarteten Kauf von unnoetigem Gepaeck von einem halben Kilo Tee…aber war ja klar…man will ja auch genau den Tee zuhause trinken, durch den man selber durchgelatscht ist…typisch…

mittags erfuellte sich dann endlich mein nicht wirklich verheimlichter und oft wiederholter Wunsch eines Elefentanten-Ritts…endlich liessen sie mich meine Beine ueber den breiten Ruecken direkt hinter den schlackernden Ohren des majestatetischem Tier schwingen…Anna und Steffi hinten dran…auf jedem Foto, dass ich euch zeigen werden, tatsche ich grade am Kopf des Elefanten rum…ich war seelig…eine halbe Stunde watschelte der Gute dann durch den Dschungel und wieder zurueck…nicht besonders spannend…aber trotzdem! toll toll toll … der Elefant hatte sich wohl auch maechtig gefreut so drei nette Girls auf seinem Ruecken durch die Gegend schleppen zu duerfen, dass er prompt seinen Schniedel in voller Laenge vor uns ausbreitete, als wir abstiegen…schon beeindruckend ;-) …. anschliessend zeigte er uns noch, was er alles an Ruessel-Kunstuecken drauf hatte und kurz bevor wir uns alle in ihn verliebten…ich habe leider seinen schwierigen indischen Namen vergessen…schwenkten wir unsere Aufmerksamkeit zu einem noch viel suesseren Objekt: ein Baby-Elefant…………….ihr koennt euch vorstellen, wie das ausgesehen hat…wir drei konnten die Finger nicht von seinem suessen Ruessel lassen und knipsten unsere Kamera-Akkus leer…

das letzte Highlight des Tages: ein Gewuerzgarten…unser lieber Fuehrer oeffnete uns so manches Auge…wir mussten zugeben, dass wir 99 % der Gewuerze und Fruechte zu hause konsumierten, aber die eigentliche Pflanze im Leben nicht erkannt haetten…Nelke, Zimt, Vanille, Kaffee, Kakao, Muskatnuss, Kautschuk, Reis, Tee, Kardamon, Pfeffer, Chilli, Mango, Avokado, Ananas, (Jackfruit), …alles abfotographiert, keine Sorge

naechster Tag…naechstes Highlight…6.45 fiel der Startschuss zum Dschungel-Trekking…leider ohne Vorahnung ob der anstehenden Anstrengung stolperten wir in den dichten Wald hinein…auf illegalen Pfaden auf den Spuren von Tigern, Bueffeln, Affen und Elefanten….im Affenzahn gings dann auch hoch auf 1100 Meter…sauanstrengend und der Ausblick von oben sau die Strapazen wert…unser Dschungel-Freund, der wahrscheinlich das Gebiet wie seinen Hintergarten kannte, hielt uns mit immer neuen frischen Elefantenkoetteln bei Laune….immer mussten wir leise sein, weil hinterm naechsten Busch die Elefanten und anderen Tiere sein koennten…nach 4 anstrengenden Stunden, war die magere Fauna-Ausbeute: 5 schwarze Affen,3 schwarze Bueffel am gegenueberliegenden Hang und ca. 80 frische Elefantenkoettel……aber ein wirkliches Abenteuer…fernab von allem…ueber die schmalsten, ueberwuchertsten, steilsten, steinigsten, glittschigsten Tierpfade…wir kamen vollkommen k.o. und an jeder freien Koerperstelle vom Elefantegras zerschnitten aus dem Wald raus…man konnte sagen, wir sahen aus wie Sau, aber gleucklich…trotz fauna-armen Marsch…

nachmittags holperten wir mit Jasminblueten-Kettenwieder beschmueckt im local Bus Richtung Madurai…

Nachtrag: hab ganz vergessen zu erwaehnen…wir kamen nachts im Nationalpark an und auf dem Weg dahin glitzerte der ganze Wald, weil er voller Gluehwuermchen war…ein magischer Anblick…wunderschoen und unbeschreiblich…

ab in den Sueden nach Kerala – Cochin

…am naechsten Morgen endlich den Sueden erreicht hatten…Cochin…

das erste, was ins Auge faellt: der Sueden ist reich…saureich…zwischen der massiven gruenen Vegetation schaut immer mal wieder eine grosse bunte Villa hervor…hier ist der Gegensatz zwischen sehr arm und sehr reich extrem zu spueren…dicke Jeeps neben klappernden Ochsenkarren…die durch lautes Hupen aus dem Weg geschafft werden…auf den Strassen gilt: der Staerkere hat das vorrecht…und erlaubt ist sowieso alles…man munkelt zwar, es gaebe hier den Linksverkehr, aber eigentlich gilt das Prinzip: wo Platz ist, da wird gefahren…das schoenste Beispiel dafuer war unsere Rikschafahrt zu einem bald abfahrenden Bus…wir sagten dem Fahrer, wir haetten es ein wenig eilig…er meinte er kenne eine Abkuerzung…die ging dann durch mehrere Einbahnstrassen…mitten in der angehenden Rushhour…egal…er hupte sich durch…quetschte sich mal nach links, mal nach rechts an die Hausermauern, mal auf den staubigen Seitenweg, mal genau in die Mitte der Strasse, damit die anderen drumherum fahren konnten…wir kamen durch…und rechtzeitig zum Bus…man sagt, der Strassenverkehr in Indien waere die einzig funktionierende Anarchie der Welt…….

zurueck zum wunderschoenen Cochin…fuer uns war es sogar schon zu schoen…zu glatt…zu touristisch und sauber…das waren wir nicht mehr gewohnt…der Stadtteil Fort Cochin liegt auf eienr Halbinsel direkt am Meer…verschlungende Strassen, die aelteste Kirche Indiens und portugiesische Haeuser…wir parkten uns in ein schoenes Zimmer bei ein paar netten Locals ein und schleppten uns durch die Gegend…keine Minute ohne einen klebrigen Schweissfilm auf der Haut…zur Belohnung fuer unseren anstrengenden Reisesprung goennten wir uns die lang ersehnte Ayurveda-Massage..ein Traum…eine Stunde lang…

dann frisch gestaerkt gings auf zum Fischmarkt um die Ecke…das kommunistische und christliche Kerala zelebrierte den Sonntag ebenfalls an der Fischmarktpromenade…in der Hitze, und zwischen Muell und bettelnden Katzen, mit einem Panorama von skuriel aussehenden chinesischen Fischernetzen im HIntergrund boten die Inder lauthals ihre Vielfalt an fliegenbesetzten Fischen, Lopstern, Tiger Prawns und und und feil…haetten wir nicht nachmittags den guten Kumar kennen gelernt, haetten sie uns mit deftigen Preisen gerippt…wie wir hier staendig zu sagen pflegen…aber so half uns unser neuer Freund…der, wie sich spaeter herausstellte der Dorfproll war, der mit seinem Auto…ja Auto udn nicht Moped…mit lauter Musik… er spielte sogar ein Lied von Wir sind Helden fuer uns…am Marktplatz abhing…jedenfalls besorgten Artur und Kumar uns ein Schlaraffenland an Seafood fuer ein Appel und ein Ei, das man in die umliegenden Restaurants mitbringen konnte, die es fuer uns zubereiteten…wir sassen quasi in rieisgen Tiger Prawns, Tuna Steaks und King Fischen…mmmmmmmmmhhhhh

am naechsten Tag hatten wir uns fuer eine Backwater-Tour angemeldet…als Highlight von ganz Indien angepriesen, konnten wir es leider nur als sehr nett und wenig spannend aufnehmen…wir schipperten einen ganzen Tag lang auf einem huebschen aus Palmenblaettern zuammengebastelten Bootchen durch das Netz der Wasserwege, die sich von der Kueste aus landeinwaerts erstrecken…mit dem Boot durchquert man seichte, von Palmen und anderer ueppiger Vegetation gesaeumte Kanaele…entlang deren sich kleine Siedlungen befinden, in denen die Menschen ihrem Tagwerk, wie Kokosnuesse sammeln, Zement aus Muschelkalk herstellen o.ae. … sehr entspannt und schoen kuehl unter dem Sonnenschutz des Bootchens liessen wir uns durch die Stille treiben, die nur durch gelegentliches Plaetschern gestoert wurde, dass der Bambusstab verursachte, den der Bootsfahrer immer wieder in den Kanalgrund steckte, um das Boot anzustossen…kein Motor…zum Mittag gabs ein leckeres Thali…serviert auf Bananenblaettern…auf einer kleinen Miniinsel inmitten eines Sees…wunderschoene Gruentoene und erschlagende Biomasse…aber noch nicht mal die kleineste Vermutung auf eine Schlange oder Pagageien oder andere spannende Fauna…einige der anderen, etwas duemmlich wirkenden Touris, die sich teilweise auf der Fahrt die Naegel feilten, schliefen sogar am Nachmittag ein…Fazit: wunderschoene Natur, interessante Menschen am Ufer, Entspannung pur, Flucht vor der Hitze, aber fuer einen ganzen Tag zu wenig Aktion…nur Artur hatte ein bisschen Aktion hinten im Boot, wo er vom zweiten Bootsfahrer zu mehreren Schnaepschen eingeladen wurde…

den naechsten Tag verbrachten wir Girls mal wieder mit unnoetigem Schmuck-Geschoppe…anschliessend gaben wir uns ein bisschen Kultur…wir schauten uns einen Kathakali-Tanz an…das ist eine dramatische Praesentation einer Hindu-Geschichte, in dem es um Gut und Boese, Schwaeche und Staerke, Armut und reichtum, Krieg und Frieden geht…mehrere Trommler und ein sich in Ekstase oder sogar Trance singender Saenger begleiteten das Stueck, welches von 2 Taenzern in aufwendigen Kostuemen vorgetragen wird…wobei die Taenzer vorher in einem 1,5 Stunden langen Ritual geschminkt werden und sich durch Mediation koerperlich und geistigin die dargestellten Figuren verwandeln…jede Farbe hat eine Bedeutung und es werden ihnen Reiskoerner in die Augen gerieben, damit sich die Augen roeten und die Mimik unterstreichen…das eigentlich Stueck wird nicht durch Singen oder Sprechen, sondern durch extrem praeziese Mimik und Gestik vorgetragen…die Ausbildung zu einem Kathkali-Taenzer dauern jahrzehnte…und keiner von uns koennte auch nur im Ansatz nachmachen, was die da mit ihren Gesichtern alles angestellt haben…natuerlich ohne zu hilfenahme von gegenstaenden…wie gebannt sassen wir die die 2 Stunden auf unseren eigentlich sehr unbequemen Platikstuehlen…und folgten der GEschichte

abends gabs wieder Seafood…is klar…und dann ein privates Taenzchen auf dem Dach unserer kleinen indischen Unterkunft…mit 2 neuen amerikansichen Freundinnen und einem altbekannten Schotten, den witr schon in Goa kennen gelernt hatten…da ganze mit schwer ergattertem Bier, da es dort unten illegal ist…schoene letzte Nacht

Bangalore

…irgendwie ist hier ein Artikel verschwunden, den ich in Bangalore geschrieben hatte…schade schade…aber da ist eh nix grossartieges passiert…war nur ein Zwischenstopp auf dem Weg in den Sueden…

jedenfalls ist Bangalore eine der reichsten Staedte und die wahrscheinlich furchtbarste von allen… man muss allerdings sagen, dass wir nur einen halben Tag auf der Main Road im Stadtzentrum verbracht haben…ein krasser Gegensatz zu den anderen Staedten, da hier ueberall ein Nike, Puma, Levis-Plakat neben dem anderen haengt…aber alles in haesslich und dreckig und abartig riesig und uebereinander und alle zusammen, dass man gar nicht weiss an welchse schreckliche Ecke man jezt gucken soll…

ganz nebenbei waren wir aber auch sehr fertig von der Bustour, die uns von Hampi durch die Berge gefuehrt hat…Sleeper-Bus hat sich das genannt…ein Bus mit vielen kleinen Schlafkojen, in denen noch nicht mal ich mich ganz austrecken konnte…die Inder sind so kleine hehe…die Strasse duerfte sich auf keinem Stueck der Strecke als Strasse schmipfen…man hatte eher das Gefuehl der Bus faehrt querbeet durch die Pampa…eine einzige Ruettelfahrt…kein Auge zu…und dann 15 km vor Bangalore Motorschaden…wir haben also in Bangalore selber nur schnell was gegessen und sind dann wegen der Hitze ins Kino…ich hab die 3 Stunden Liebesschnulze zum Glueck durchgeratzt…man waren die Kinosessel bequem im Gegensatz zu den Bussitzen, die uns abends im naechsten Bus erwartet haben…noch ein grausige Busfahrt…noch schlimmer als die erste, da wir noch nicht mal liegen konnte…egal, ich verliere mich grade in den Erinnerungen an die Strapatzen…wir Armen ;-)

das schoene war, dass wir…

Hampi

…und immer wenn man denkt, es koennte nicht noch schoener werden…baem!…da reisten wir in Hampi ein…Weltkulturerbe…und einfach ein atemberaubendes Fleckchen Erde…ganz anders als Goa liegt das kleine Oertchen Hampi im Inland…der oasenartige Ort mit seinen alten Tempel liegt inmitten von einer horizontweiten Geroellwueste…aber keine normalen Geroellhaufen…sondern meterhohe…alle kreuz und quer uebereinander…ein herrlicher Kletterort…wer schonmal bei den Devil’s Marbels in Australien war oder im Joshua Tree National Park in den USA…der kann sich das ungefaehr vorstellen…durch diese ganzen Kletterberge zieht sich ein kleiner Fluss, der von Bananenplantagen und Reisfeldern gesaeumt ist…und gruene Wiesen ueber die diese schwarzen Wasserbueffel ziehen, auf deren Ruecken schneeweise Voegel abhaengen…zwischen den ganzen Steinen und der gruenen Vegetation schaut dann immer wieder mal die Spitze eines alten Tempels heraus…Hampi war vor Ewigkeiten mal die Hauptstadt eines alten Hindu-Reiches…

im Haupttempel haben wir endlich unseren ersten Elefanten gesehen…da hab ich doch schon die ganze Zeit drauf gewartet…Lakshmi, die huebsche Elefantendame…immer wenn man ihr einen Rupie in den Ruessel drueckte, segnete sie uns, indem sie uns den Ruessel auf den kopf klatschte…nicht feste……und wir durften auch anfassen und Fotos machen…das darf nicht jeder ;-)

und dann hatten wir wieder ein krasses Erlebnis im Innenhof des Tempels…wir waren auf einmal umringt von 20-30 Frauen und Maedchen…und eine Alte zog Steffi auf den Boden, um ihr die blonden Haare zu kaemmen…und die anderen rissen sich darum, dass wir von ihnen ein Foto machen sollten…um diese Traube sammelten sich dann auch noch die Maenner…bis wir vollkommen umzingelt waren und gar nicht mehr weg kamen…alle wollten ein Foto, mal die Familie, mal mit uns, mal allein…und immer wieder streichelten die Frauen ueber unsere Arme und Haare…und alle lachten…ein tolles Erlebnis…und anschliessend konnten wir noch die Zeremonie einer hinuistischen Hochzeit zuschauen, die von einer kleinen kapelle begleitet dreimal um den Tempel lief…immer links herum…und das Brautpaar war mit allerlei Gedoens und Blumen behangen und der Guru lief Raucherstabchen schwenkend vornedran…spaeter luden sie uns noch ein mit zu einem anderen Tempel zu ziehen, aber die 45 Grad Mittagshitze hat uns in den Schatten getrieben….

schon wieder zu wenig Zeit fuer Hampi gehabt…ich muss wieder hierhin zurueckkommen…wieder ein trauriger Abschied….und jetzt haengen wir im haesslichen Bangalore fest, weil wir keinen Anschlusszug nach Kerala bekommen haben…jetzt zwaengen wir uns heute nach 15 Stunden in einen Bus Richtung Kerala…hoffentlich gibt der nicht auch den Geist auf, wie der den wir letzte Nacht genommen hatten…

Goa – Teil 2 im Paradies

jaja Goa…ich denke da muss ich nochmal zurueck hin…und dann mit 2 bis 8 Wochen Zeit…es gibt keinen besseren Ort zum abhangen…ein Glueck waren wir off season…also keine nervigen Urlauber…fast nur Traveller…ein Riesenunterschied…haben auch direkt 3 Schotten kennen gelernt, die uns die Abhaengzeit noch versuesst haben…und wir waren auf der genialsten Party ueberhaupt…Silent Noise Party direkt am Meer…da es in Goa dieses bekackte Gesetz gibt, dass man nach 11 Uhr abends keine laute Musik mehr spielen darf…was meinem Bild der Strandpartykultur ja komplett widersprochen hat…na auf jeden Fall kamen die klugen Goaner auf die Idee…die natuerlich nicht aussergewoenlich neu ist…einfach die Musik ueber Kopfhoerer abzuspielen…2 geniale DJs haben gleichzeitig aufgelegt und man hatte Kopfhoerer auf, an denen man die Lautstaerke einstellen und einen der 2 Djs aussuchen konnte…wenn man sich unterhalten will, laesst man den Kopfhoerer laessig in den Nacken rutschen…und kann den lustigen Tanzbewegungen der anderen ohne Musik zuschauen…das ganze begleitet von einem VJ-Set auf einer grossen Leinwand, Lasershow, Schwarzlicht und alle wurden am Eingang mit Glitzerstaub ueberstraeuselt…hab ich schon erwaehnt, dass das ganze direkt am Meer unter strahlendem Sternenhimmel stattfand…und kaum Leute da waren…und danach natuerlich noch mal kurz ins Meer schwimmen gehen..zwischen dem fluorizierenden Plankton…die anderen zumindest…ich bin ja mehr so die Schissbuxe, wenns ums schwimmen im schwarzen Meer geht…tagsueber bin ich tapfer mit im Meer….war uebrigens auch ein Riesenspass morgens aufzuwachen, um dann erst nach dem Fruehstueck festzustellen, dass man vergessen hat, dass man noch von oben bis unten glietzert wie die letzte Discoqueen…keiner von uns hat Goa mit einem lachenden Gesicht verlassen…

Bildergalerie

hab ne Bildergalerie oben in der Leiste eingerichtet…leider dauert ein Bild hochladen 3 Min…also gibts nur immer n paar…

Palolem in Goa – das Paradies

Jetzt sind wir in Goa…endlich…die Zugfahrt war die Hoelle…der Zug, in dem wir sassen, hatte ca. 4 Stunden Verspaetung…wir kamen also nicht vor der Mittagshitze in Goa an, sondern nach der Mittagshitze…das wiederrum hiess, dass die Luft ca. auf 40 Grad aufheizte…um zu verstehen, wie sich das anfuehlt hier ein Experiment: erst heizt ihr den Backofen auf 220 Grad an, dann macht ihr die Ofentuer auf und setzt euch schone nah davor… um zu fuehlen, wie heiss die Plastiksitze im Zug wurden, auf die die Sonne durch die Fenster schien, beruehrt z. B. das Backblech im Backofen…um zu fuehlen, wie sich der Fahrtwind anfuehlt, der durch die Fenster hereinkam, schaltet einen Foehn auf die hoechste Stufe und haltet ihn in euer Gesicht….das ganze macht ihr 7 Stunden land….kein Scheiss…um ca. 16 Uhr bin ich dann zusammgeklappt….zum Glueck waren wir dann endlich in Madgaon und ich konnte das schlimmste mit einer kalten Cola, viel Wasser und einem Kaesetoast verhindern….die Stimmung stieg wieder und wir sassen puenktlich um 6 im naechsten Zug, der uns endlich, endlich im Paradies absetzen sollte…aber Pustekuchen…unsere gekochten Gehirne liessen uns vergessen wie man zaehlt und wie man die Uhr liesst und so verzaehlten wie uns bei der Anzahl der Bahnhofstops und fingen ueberhaupt erst dann an zu zaehlen, als auf unseren Uhren schon laengst der Ankunftstermin verstrichen war…so sassen wir dann ca. 20 Kilometer weit von unserem Strand in einem kleinen Kaff fest und mussten uns von Bahnhofspolizisten sagen lassen, dass ab 8 uhr abends kein Zug mehr zurueckfahrt…und natuerlich auch kein Bus…ein Taxi haette schon den Nachtzuschlag berechnet und einen allzufrechen Betrag verlangt, den wir aus Prinzip nicht zahlen wollten…also verbrachten wir die Nacht in einem kankenzimmerartigen Dormitory im Bahnhofsgebaeude…eine Nacht, wo jeder Fetzen Stoff am Koerper zu viel war…um dann wieder um 5 Uhr morgens aufzustehen, um den ersten Zug um 6 Uhr zu nehmen, der uns in einer pupsigen halben Stunde an unseren Wunschort brachte…im Sonnenaufgang fuhren wir dann endlich, wirklich endlich, zu unserem persoenlichen Paradies…

Palolem im Staate Goa…suedliches Goa und uberall tropischer Regenwald und Palmen, Palmen, Palmen…nachdem unsere kleine vollgepackte Rikscha die Hauptstrasse verlassen hatte, fuhren wir durch einen dichten Palmenwald zu unserem Wunschhotel, dass uns schon der Lonely Planet paradiesisch angespriesen hatte…und so war es auch…die Palmen lichteten sich auf einmal und gaben den Blick auf unsere kleinen auf Stelzen stehenden Huetten frei, hinter denen, keine 50 meter entfernt die Wellen an den Starnd brandeten…Huetten auf Stelzen!! und das Meer direkt dahinter!!!… die Palmen biegen sich wie auf den schoensten Postkarten zum breiten Strand hinunter…die ca. 2 km lange Bucht ist an beiden seiten von Halbinseln begrenzt und der Palmenwald grenzt mit scharfer Kante an den gelben breiten Sandstrand…entlang der Palmen reiht sich eine Bar, Restaurant oder Stelzen-Huette an die andere…davor liegen die traditionellen Fischerboote und auch ein paar Strandschirmchen….waeren wir hier in der Hauptsaison, waere der Strand voller Menschen…wir sind aber off season und so haben wir soviel Platz wie wir wollen und koennen uns in den halbleeren Restaurants die chilligsten Tische mit den meisten Kissen auswaehlen…natuerlich erst nachdem wir persoenlich uns den Fisch ausgesucht haben, den wir spaeter verspeisen wollen…einfach paradiesisch…ein Traum…und im Hintergrund schallert natuerlich Bob Marley…das perfekte feeling…wenn jetzt die Temperatur noch ein wenig angenehmer waere, ein bisschen mehr kuhle Brise Meereswind und keine Mosquitos, dann wuerdet ihr mich nur noch hier finden koennen, wenn ihr mich treffen wolltet…das Meer ist leider so warm wie ein Badewanne, dass man sich noch nicht mal da erfrischen kann…(www.palolem.com)

frisch aufgeschnittene Kokosnuss mit Strohalm am Strand…Sand so heiss, dass man kaum laufen kann…fuer ein Appel und Ei Schmuck kaufen … 2 Stunden mit den Girls in einem Laden shoppen, alles aus den Schraenken ziehen…Kingfish und Baracuda essen…Delphine schwimmen keine 20 Meter entfernt…Kletterfelsen…Wasserpfeife…ab 23 Uhr ist Diskomusikverbot…Inder rennen nur mit langen Jeans am Strand rum…keine indische Frauen unterwegs…ueberall streunden Hunde am Strand…Schweine zwischen den Palmen…blaue Plastikplanen anstatt Daecher…Aloveda-Massage…Henna-Mendhis…endlich unverschleiert rumlaufen koennen…AC…Ameisen…

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.